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(Ist) KASTRATION  (ist) TIERSCHUTZ ?!

Ist es wirklich Tierschutz, ahnungslose Wesen trickreich einzufangen, sie unter Zwang zu narkotisieren, dann die wehrlosen Tiere zu verstümmeln und ihnen ihren vermeintlichen Lebenssinn zu rauben?

t43ktz_kopie.jpgDürfen wir Menschen das tun?

Wir, die wir ihnen schon den Lebensraum genommen haben und sie uns untertan gemacht haben? Mein Bauch sagt  nein, natürlich nicht. Doch dann kommt mein Kopf dazu und sagt: Es muß sein, weil es nicht mehr anders geht und es unzählige, herumirrende, hungernde herrenlose Katzen gibt .Jetzt meldet sich noch mein Herz und flüstert, dass wir mit den Kastrationen versuchen, die Katzen vor weiterem Leid zu schützen und ihnen ein - aus unserer Sicht - zufriedenes  Leben ermöglichen wollen. Und dass wir all diese Arbeit aus Liebe zum Tier tun und mit Liebe für jede einzelne Kreatur. Ganz aus der Ferne haucht nun meine Seele, dass das doch nicht falsch sein kann.
 
Zweimal im Jahr kann eine unkastrierte Kätzin bis zu sechs Junge zur Welt bringen. Schon mit sechs Monaten ist ein weibliches Tier geschlechtsreif und eine noch säugende Katzenmutter ist sogar schon wieder empfänglich. So kann man sich unschwer vorstellen, wie rasend schnell aus einer Kleinfamilie ein hungriges Katzenrudel wird. Wir von DUO-Cats sehen es seit nunmehr 14 Jahren als unsere Aufgabe, nicht nur herrenlose Katzen aufzunehmen und ein gutes zu Hause für sie zu suchen, sondern wir versuchen auch, die Katzenpopulation auf Ibiza zu kontrollieren und zu dezimieren, indem wir regelmäßig Kastrationen durchführen und auch mehrmals jährlich größere Kastrationskampagnen veranstalten (z.B. in Zusammenarbeit mit „Arche Noah“, oder „Care for cats“. Unsere Hauptzielgruppe sind hierbei die herrenlosen, teilweise verwilderten, freilebenden Katzen. Diese Tiere fristen auf der gesamten Insel ein trauriges und erbarmungswürdiges Dasein. Sie haben weder ein zu Hause noch eine große Lobby. In der Vorstellung vieler Menschen kann eine Katze sich durchaus selbst durchs Leben bringen. So schön ein freies Katzenleben auch scheinen mag, so verloren und unerwünscht sind doch unsere sensiblen Samtpfoten, wenn sie sich ihr tägliches Futter selbst besorgen müssen. Hier auf Ibiza sind sie überall dort zu finden, wo es Menschen gibt. Sie siedeln sich in der Nähe von Appartementanlagen, Hotels, Restaurants oder z.B. öffentlichen Müllcontainern an. Manchmal versuchen sie sogar Privathäuser zu besetzen, was nicht selten eine gewisse Hysterie auslöst. Hier müssen wir ansetzen, um gemeinsam mit der Bevölkerung und mitarbeitenden Tierschützern eine Weitervermehrung zu verhindern. DUO-CATs ist gut ausgerüstet mit speziellen Katzenfallen. katzenfalle_kopie.jpgHiermit können die Katzen schonend eingefangen werden. Dann werden sie umgesetzt in spezielle (oder dafür konzipierte) Zwangskörbe, in denen sie durch das Gitter narkotisiert werden können. Das hört sich vielleicht etwas brutal an, doch wer einmal von einer panischen oder verwilderten  Katze gebissen worden ist, weiß, dass hier mit äußerster Vorsicht vorgegangen werden muß - die Tiere befinden sich in einer absoluten Ausnahmesituation. Ist die Katze eingeschlafen, wird sie untersucht, kastriert und entwurmt. Noch in der Narkose wird ihnen die rechte Ohrspitze abgeschnitten, um sie als kastrierte Tiere zu kennzeichnen. Dann kommen die jetzt unfruchtbaren Tiere zu ihrem Ursprungsort zurück oder werden an einem eingerichteten Futterplatz ausgesetzt. Jetzt können die Gruppen kontrolliert werden. Kranke werden behandelt, Neuzugänge direkt operiert etc. Es kommt sogar vor, dass die eine oder andere Katze vermittelt werden kann, weil sie z.B. gar nicht wild geboren ist, sondern eine ausgesetzte, zahme Hauskatze, die einst ein gemütliches Sofa zierte. Grundsätzlich gilt jedoch: scheue Katzen müssen wieder zurück in die Freiheit und gehören einfach nicht eingesperrt in ein Tierheim, wo sie unglücklich sind und leiden.
Unsere zweite Zielgruppe sind  die Menschen  mit ihren Hauskatzen oder  zugelaufenen Streunern. Hier wollen wir Aufklärungsarbeit leisten und, soweit es uns möglich ist, helfen: Bei der praktischen und organisatorischen Umsetzung des Einfangens  und der Durchführung von Kastrationen. Keine Katze muß wenigstens einmal in ihrem Leben Babys haben und auch trächtige Katzen können durchaus noch operiert werden.
Angesichts der jahrelangen, kontinuierlichen Kastrationsarbeit (über 1000 Tiere jährlich) können wir sagen, dass es wesentlich weniger streunende Katzen gibt als noch vor etwa 10 Jahren.  Es gibt eine Menge überwachter Futterstellen auf der ganzen Insel verteilt und immer mehr Menschen, die umdenken und mitmachen bei der Geburtenkontrolle......und somit ist die Bilanz  nicht so schlecht. Wenngleich wir immer noch  jährlich zwischen 300 und 400 Katzen aufnehmen, vornehmlich Welpen.   Wir lassen uns nicht entmutigen und machen  weiter solange unsere Kräfte und die finanziellen Mittel reichen. 

Wenn Sie unseren Ansatz, das Problem bei der Wurzel an zu packen, unterstützen wollen, dann nehmen wir Ihre Spende gerne unter dem Kennwort: „Kastration ist Tierschutz“ auf folgendem Konto entgegen.

SPK Bottrop

BLZ 424 512 20

Kto. 800 59 69

 
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